Härtefall – was ist das?

Patienteninformation

Gesetzliche Härtefallregelung bei Zahnersatz
Gültig ab 01.01.2017

Für gesetzlich versicherte Patienten mit geringem Einkommen gilt eine Härtefallregelung bei Zahnersatz:

Brauchen sie eine Prothese, Brücke oder Zahnkrone, steigt der Festzuschuss der Krankenkasse. So erhalten sie die Regelversorgung kostenfrei.
Entscheidet sich der Patient, auf den die Härtefallregelung zutrifft, für eine über die Regelversorgung hinausgehende Behandlung, erhält er den doppelten Festzuschuss. Die darüber liegenden Kosten muss er selbst tragen. Ob ein Härtefall vorliegt, prüft die Krankenkasse.
Die monatlichen Einkommensgrenzen liegen in 2017 bei

€ 1.190,00 für Alleinstehende
€ 1.636,25 mit einem Angehörigen
€ 1.933,75 mit zwei Angehörigen
€ 2.231,25 mit drei Angehörigen

 

Die gleitende Härtefallregelung

Auch gesetzlich Versicherte, die nur leicht die Einkommensgrenze überschreiten, können unter Umständen von der Härtefallregelung profitieren.

Bei der so genannten gleitenden Härtefallregelung bezahlt die Krankenkasse neben dem einfachen Festzuschuss einen weiteren Betrag. Berechnungsgrundlage hierfür ist die Differenz aus den Bruttoeinnahmen und den oben genannten Einkommensgrenzen. Das Dreifache dieser Differenz wird vom einfachen Festzuschuss abgezogen.
Einen Überschuss zahlt die Krankenkasse rückwirkend aus.

Ob die gleitende Härtefallregelung greift, errechnet die Krankenkasse anhand der Zahnarztrechnung. Sprechen Sie Ihre Kasse an.

 


Hier die Patienteninformation zur Härtefallregelung als Download pdf:

Patienteninformation Härtefallregelung